Jahresrechnungen monatlich zurücklegen
Im Januar die Kfz-Versicherung, im März die Hausratversicherung, im Sommer der Verein: Jahresrechnungen kommen selten, aber zuverlässig. Und sie kommen gern in einem Monat, in dem ohnehin schon viel los ist. Die Lösung ist schlicht: Jede Jahresrechnung wird in zwölf Monatsraten zurückgelegt.
Warum Jahresrechnungen den Monat sprengen
Ein Haushaltsbudget denkt in Monaten. Miete, Strom und Kita kommen jeden Monat, sie stehen fest im Plan. Jahresrechnungen dagegen fehlen in elf von zwölf Monaten – und genau deshalb fühlen sich diese elf Monate großzügiger an, als sie sind. Im zwölften Monat wird es dann eng.
Die Rechnung: ein Zwölftel pro Monat
Für jede Jahresrechnung gilt:
Monatliche Rücklage = Jahresbetrag ÷ 12
Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen:
| Rechnung | Jahresbetrag | pro Monat |
|---|---|---|
| Kfz-Versicherung | 540 € | 45 € |
| Hausrat und Haftpflicht | 180 € | 15 € |
| Rundfunkbeitrag | 220,32 € | 18,36 € |
| Zusammen | 940,32 € | 78,36 € |
78,36 € im Monat klingen nach wenig. Genau darum geht es: Wer sie jeden Monat beiseitelegt, hat zur Fälligkeit das Geld zusammen, ohne dass ein einzelner Monat leidet.
Wohin mit dem Geld?
Zwei Wege funktionieren gut:
- Ein eigenes Unterkonto. Viele Banken bieten kostenlose Unterkonten oder „Spaces“. Ein Dauerauftrag schiebt den Monatsbetrag am Monatsanfang hinüber, die Rechnungen werden von dort bezahlt.
- Im Plan einrechnen. Das Geld bleibt auf dem Girokonto, wird aber im Monatsbudget schon abgezogen. Wichtig ist dann, dass euer Budget den Betrag wirklich als „weg“ behandelt.
Welcher Weg besser passt, hängt davon ab, wie leicht ihr euch von einem sichtbaren Kontostand verführen lasst.
Der erste Monat
Wer neu anfängt, hat für die nächste Rechnung noch nicht zwölf Monate gespart. Dann hilft eine einmalige Aufstockung: Für jede Rechnung den Betrag zurücklegen, der bis zur Fälligkeit fehlt. Ab dem nächsten Jahr läuft es von allein.
Typische Jahresrechnungen in Familien
- Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer
- Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz
- Rundfunkbeitrag (wenn jährlich bezahlt)
- Mitgliedsbeiträge für Sportverein, Musikschule, Automobilclub
- Abos mit Jahreszahlung
- Nebenkostennachzahlung (als Schätzung)
So macht es Fairmily
In Fairmily tragt ihr jede Jahresrechnung mit Betrag und Fälligkeitsmonat ein. Fairmily rechnet jeden Monat ein Zwölftel davon ein, aufgerundet auf den Cent, und zieht es ab, bevor es euch zeigt, was ihr diesen Monat sicher ausgeben könnt. So ist die Versicherung im Januar schon bezahlt, bevor sie kommt.